WOYZECK

NACH BÜCHNER UND BERG

Woyzeck liebt Marie, Marie liebt die Freiheit. Aber Freiheit existiert nicht in einer militarisierten Welt, in der nur noch soziale Tode gestorben werden. Was ist ein Mord in dieser Welt – endgültiger Abstieg oder einziger Ausweg?

Das Inszenierung zeigt WOYZECK als eine Mischung aus Repertoirestück, Musiktheater und Pop. In einem Bühnenraum voller Scherben baut sich Woyzecks Welt auf, die vieles sein kann: Club, Müllkippe, ein Ort jenseits der Zeit kurz vor der Apokalypse. Eingebettet in ein Techno-Set scheinen Möglichkeiten der Freiheit für die Figuren auf. Doch einen tatsächlichen Ausweg gibt es für niemanden. So arbeitet sich Woyzeck pausenlos für das Überleben seiner Familie ab, schiebt Sonderschichten beim Hauptmann, macht sich zum Versuchskaninchen für die medizinischen Experimente des Doktors. Seine physischen Kräfte schwinden, alles kreist um seine Familie und er kommt doch niemals bei ihr an. Seine Freundin Marie bleibt allein gelassen mit ihren Sehnsüchten und Ängsten. Letztlich entzweit beide nicht die Eifersucht, sondern eine Einsamkeit, der ihre Liebe nicht gewachsen ist.

 

MIT Dennis Depta, Doro Hohmann, Felix Naglatzki, Phil Nemeth, Florian Prokop, Jörg Vogel, Nolundi Tschudi, Frank Weiß

REGIE  Marielle Sterra
MUSIK  Kevin Traeger
DRAMATURGIE  Dennis Depta

PHOTOS  Julia Schönfelder

Aufführungen vom 03. bis 05. September 2014 im Piccolo Theater Cottbus.

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