CATS OF BERLIN
Ein musikalisches Open-Air-Spektakel über Tiere, Müll und schrottreife Beziehungen im Patriarchat. CATS of BERLIN ist ein Anti-Musical, das sowohl mit den Konventionen des kommerziellen Musical-Betriebs als auch mit jenen des klassischen Musiktheaters bricht.
Als glanz&krawall Andrew Lloyd Webbers Dauerbrenner Cats das erste Mal auf VHS schauten, dachten sie sich: Das kann nicht alles gewesen sein, was tanzende Katzen auf einer Bühne zu erzählen haben! Die Uraufführung des Schrottplatz-Musicals CATS of BERLIN ist deshalb eine Verneigung vor all den großen und kleinen Tieren, die der neoliberalen Ordnungswut trotzen, indem sie sich niemals vollständig kontrollieren lassen. Wenn sie Umzäunungen durchbrechen, auf frisch polierte Autos kacken oder den säuberlich getrimmten Rasen in eine Mondlandschaft verwandeln, schaffen sie kleine Oasen der Anarchie und des Widerstands. Eine Wohltat für alle, die genug haben von Perfektionismus und Leistungsgesellschaft. Wer ist etwas wert in unserer Gesellschaft und wen oder was sortieren wir als „Schrott“ aus? Was wird zu unrecht marginalisiert und aussortiert und welcher Schrott wird behalten, obwohl eigentlich alle wissen, dass er dringend entsorgt werden müsste?
Tom Mustroph in Theater der ZeitAm Anfang stand heiteres Tiere Raten auf dem Gelände der alten Bärenquell Brauerei im Revier Südost. Was nur mochte dieses gefleckte Fellwesen mit dem spitzen Maul auf der Bühne sein? Eine mutierte Maus? Oder ein Hamster, ein Frettchen gar?
Über diese Fragen schreiben glanz&krawall gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Performerinnen Monika Freinberger, Valerie Oberhof und Kara Schröder ein neues Katzen-Musical. Die Singer-Songwriterin Kat Papachristou (Tango with Lions) und der Komponist John R. Carlson steuern die Musik bei für diese groß angelegte Zerschredderung des gesellschaftlichen Imperativs von Ordnung, Sauberkeit, Disziplin. Arrangiert und live performt werden die Musical-Nummern von der Berliner Band SCHROTTI STAR ORCHESTER: Auf einer ausrangierten Heimorgel, einer Armada an Kinderinstrumenten, E-Gitarre, Bass und Mini-Schlagzeug klöppeln sie sich durch einen wilden Mix der Genres – von Musical über Indie-Pop bis hin zu Metal.
Im Außengelände des Clubs Revier Südost stürzen sich glanz&krawall ins Musical-Abenteuer unter freiem Himmel, beschwören den Vollmond und die Schönheit des Altmetalls, musizieren auf aus dem Müll geretteten Instrumenten und rocken die Hinterhöfe bis sie die Partyboote auf der Spree übertönen und die Nachbarn die Cops rufen.
Im Rahmen der Plattenstufen-Festspiele des Phoenix FestivalsCATS of ERFURT
- VON & MIT
- Madeleine Behrendt, Dennis Depta, Monika Freinberger, Manuela Langkowski, Valerie Oberhof, Kat Papachristou, Kara Schröder (Berlin, Frankfurt Oder)/Martha Urbanek (Erfurt), Marielle Sterra
- REGIE
- Marielle Sterra
- DRAMATURGIE
- Dennis Depta
- KOMPOSITION
- Kat Papachristou & John R. Carlson
- ARRANGEMENT & LIVE-MUSIK SCHROTTI STAR ORCHESTER
- Dennis Depta, Kat Papachristou, Marielle Sterra)
- BÜHNENBILD
- Vanessa Vadineanu
- KOSTÜMBILD
- Sophie Schliemann
- REGIE-ASSISTENZ
- Madeleine Behrendt
- AUSSTATTUNGS-ASSISTENZ
- Helene Scheithe
- LICHTGESTALTUNG & TECHNISCHE LEITUNG
- Josef Maaß
- SOUND
- Benjamin Graf
- PRODUKTION
- Anka Belz / ehrliche arbeit – freies Kulturbüro
- PRESSEARBEIT
- Barbara Gstaltmayr
- FOTOS
- Peter van Heesen
- VIDEO
- Pascal Chiout & Matt Wolny
- SCHNITT
- Matt Wolny
- GRAFIK
- Leo Lamprecht
Wir danken Lucas Tierwelt in Berlin-Wilmersdorf für die Unterstützung beim Fotoshooting.
CATS of BERLIN ist eine Produktion von glanz&krawall in Kooperation mit dem Revier Südost und dem Kleist Forum Frankfurt (Oder). Gefördert aus Mitteln der Senatskanzlei für Kultur und Europa Berlin. Die Recherche wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR. Gastspiel CATS OF ERFURT unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder Gefördert durch die Berthold Leibinger Stiftung „Theater im öffenltichen Raum“