BERLIN is not AM RING

Vol. 3: Der Ring des Nibelungen
musik. festival. theater.

Ringrocker:innen aufgepasst: Im Mainstream-Festival-freien Sommer 2021 wuchert mit BERLIN is not AM RING ein kleines, inklusives und anti-kapitalistisches Musik- und Theater-Festival im Bezirk Lichtenberg aus dem Boden. Nürburgring, VIP-Area, Platin-Tickets im Premiumversand – fuck it! BERLIN is not am RING Vol. 3 fragt mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ im Gepäck, wie es um die Musik- und Kulturindustrie des 21. Jahrhunderts bestellt ist. Welchen Mechanismen von Macht, Ausbeutung und dem Zu-Markte-Tragen von Kunst sind wir ausgeliefert – und welche radikalen Ideen der Befreiung lassen sich aus Wagners Opern-Tetralogie über die große Gier gewinnen?

Vom 20. bis 22. August 2021 brettern das inklusive Theater Thikwa, die Musiktheater-Kombo glanz&krawall, die BigBand Omniversal Earkestra und die Rock’n’Roll-Wrestler:innen von Project Nova Wrestling auf das Gelände der FAHRBEREITSCHAFT in der Herzbergstraße. Auf zwei Bühnen zerschreddern sie gut gelaunt in einem 3-tägigen Open Air-Marathon die Herzstücke von Klassik- und Rock-Kultur. Männliche „Genies“ und kommerzielle Schwergewichte können schon mal nach ihren Mamas und Papas rufen – BERLIN is not AM RING kommt knallhart anti-elitär daher mit Pay-what-you-can-Ticketsystem und einem hierarchiefreien Aufeinandertreffen von E- und U-Musik, Komponist:innen und Interpret:innen, Künstler:innen und Publikum.

Vorglühen und Afterhour organisiert die inklusive Partyreihe Spaceship mit Workshops, Bands und DJanes von und mit Menschen mit und ohne Behinderung – am Start sind unter anderem die Hamburger Band Station 17 und Raul Krauthausen, Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit.

Das geht raus an alle, die Bock auf Oper, Schlamm, lecker Essen, fette Mukke, Bier, Wrestling und die geilste Show aller Zeiten haben: fasten your seatbelts and get your tickets now – in nicht mal drei Monaten startet BERLIN is not AM RING. Wir sehen uns.

LINEUP

Theater Thikwa + Cora Frost
glanz&krawall
Omniversal Earkestra
Spaceship – inklusive Partyreihe + Rahmenprogramm u.a. mit Raul Krauthausen, Station 17 u.v.a.
Projekt Nova Wrestling

KÜNSTLERISCHE LEITUNG Marielle Sterra & Dennis Depta (glanz&krawall)

Foto: Peter van Heesen

AUFFÜHRUNGEN

Freitag, 20. August 2021, ab 18.00 Uhr
Samstag, 21. August 2021, ab 14.00 Uhr
Sonntag, 22. August 2021, ab 14.00 Uhr

ORT

FAHRBEREITSCHAFT, Berlin-Lichtenberg
Herzbergstraße 40–43, 10365 Berlin

Weitere Informationen unter WWW.BERLINISNOTAMRING.DE!

Foto: Peter van Heesen

glanz&krawalls RING DES NIBELUNGEN

„Wir sind permanent Autoritäten ausgeliefert, die einfach nur OVER sind und wir können uns ihrer Macht trotzdem nicht entziehen“, konstatieren glanz&krawall und knöpfen sich für BERLIN is not AM RING jene Machtmonopole aus dem Wagnerschen Ring wie aus der Klassik-, Pop- und Theater-Welt vor, die schon Generationen von Künstler:innen terrorisiert haben. Brünnhilde gegen Wotan, wir gegen das Stadttheater, Kurt Cobain gegen die Musikindustrie, Christoph Schlingensief gegen das Feuilleton, Fridays for Future gegen die CDU, Radiohead gegen Spotify, Richard Wagner gegen seine Gläubiger, die ärzte gegen Eventim – glanz&krawall starten einen wilden Walküren-Ritt durch die Abfuck-Momente des Opern- und Show-Geschäfts auf der Suche nach Formen des Widerstands, die nicht vereinnahmt werden können. Ihr Motto: FUCK YOU I WON’T DO WHAT YOU TELL ME!

VON & MIT Emilia Bartoschik (Regie-Assistenz), Dennis Depta (Dramaturgie), Christopher Heisler (Schauspiel), Vera Maria Kremers (Sopran), Clementine Pohl (Bühne), Flora Pulina (Schauspiel), Sophie Schliemann (Kostüme), Kara Schröder (Schauspiel), Marielle Sterra (Regie), Edgar Wiersocki (Musikalische Leitung, Korrepetition, Tasten), Felix Witzlau (Schauspiel)

Foto: Peter van Heesen

Gefördert durch die Spartenoffene Förderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa (CityTax), durch die GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) und durch das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur.

Begleitprojekt „Oper für alle!“ gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.